2011 Blaufränkisch Goldberg, Deutschkreuz, J. Heinrich, Burgendland

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Eigentlich wollte ich heute nicht mehr viel probieren. Ich hatte ein bisschen Wein beim Italiener und wollte noch was extrem unkompliziertes zum nebenher schlürfen. Da ist mir aufgefallen, dass mein ganzer Weinkühlschrank voller (potentieller) Juwelen ist, die ich nicht leichtfertig aufmachen wollte. Der 2011er Jahrgang und das Deutschkreuz sind zwar eigentlich Garanten für einen guten Blaufränkisch, aber der Wein ist nicht wirklich selten und J.Heinrich liefert meistens solide Arbeit. Dazu wurde der Wein noch ein wenig im kleinen Holzfass ausgebaut. 

Ein wunderbarer Alltagswein also. Eine tiefes dunkles Rot zeigt er bevor man mit der Nase ins Beerenreich abtaucht. Schöne frische Himbeeren kommen einem da entgegen. Nach 5 Minuten an der Luft auch Brombeeren und und ein wenig Pflaumen. Die Säure ist natürlich jetzt noch da, trägt das eben genannte Beerentrio aber wunderbar ins Kräuterige und ein wenig salzige Ende. Tannine sind noch sehr Rau und nerven eher. Ein bisschen mehr würze hätte ich aber schon noch erwartet. Könnte aber auch kommen, wenn das ganze seine 2-5 Jahre lagert. Das kann es auf jeden Fall noch. Muss der Wein aber nicht. 

Zum einfach da sitzen, sich unterhalten oder Film schauen, ist der Wein aber leider doch mit rund 14€ zu teuer. Natürlich hat Wein der auf 3 Hektar wächst seinen Preis. Und gerade Blaufränkisch kann den Charakter von Lehmböden wie hier oder allem anderem auf dem er so wächst, wunderbar wiedergeben. Man sollte allerdings vor dem Blaufränkisch kauf, mal durchprobieren welcher Boden einem am besten schmeckt und sich dann darauf konzentrieren. Man kann jetzt nicht sagen, dass der eine oder andere Boden besser ist, aber sie sind einfach alle verschieden. 

Der Wein wurde von Falstaff zum besten Blaufränkisch gewählt. Ich kann nicht bezeugen, dass er das ist, er ist jedoch ziemlich gut. In 5 Jahren ist der Wein dann auch ziemlich geil. Wenn die Säure ein kleines bisschen weniger lebendig und die schönen, gerade noch sehr verhaltenen Aromen der Fassreife sich ein wenig an die Oberfläche trauen wird das ein Knaller. Es tut mir leid, dass ich in letzter Zeit soviele Weine vorstelle die man lagern sollte und ich gelobe Besserung. 

3 von 6 Punkten wegen dem Preis, aber mit sehr viel Potential nach oben. 

Der 2011er ist nen Euro teurer als der aktuelle, aber das darf ein so guter Jahrgang auch. Bei Weinshop24.at

 

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