2001 Barbaresco, Fattoria San Giuliano

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Eigentlich wollte ich über einen tollen Rio Sordo Riserva Barbaresco aus 2001 von den Produttori del Barbaresco schreiben. Ich bin immernoch der Meinung, dass diese Winzergemeinschaft einfach tolle Weine zu fast schon zu fairen Preisen macht. Ich bin in den Genuss mehrerer Ovello Riservas aus 1997 gekommen und muss sagen, die schlagen sich für 30€ extrem gut. Auch der 2010 trinkt sich toll, vom 2009er mal abgesehen, der mit 93 Winespectatorpunkten und einem Ab-Gut Preis von 17€ einfach unschlagbar ist. Aber dann kam ich an diesen Wein aus Neive. Während mich der Riserva fast schon zu stark an einen Barolo erinnerte, (Was wahrscheinlich der identisch langen Anzahl an Monaten im Holzfass im vergleich zu einem Barolo zu schulden ist.) war dieser Wein ein wenig feiner. Die ersten 30 Minuten ein wenig zu fein. Und ich bin immernoch davon überzeugt, dass der Riserva Rio Sordo einer der typischten und besten Barbarescos aus 2001 ist den ich in perfekter trinkreife erwischen werde.

Dennoch will ich lieber über diesen feineren Barbaresco schreiben. Weil mir der Wein nichts sagt und ich den Hersteller kaum finden kann. Und weil man immer neue Pfade betreten sollte. Wie die meisten Barbarescos, 18 Monate Eichenfass, ebenfalls eine Lagencuvee einer Winzergenossenschaft. 

Die Farbe ist noch viel stärker und kräftiger als man von solch einem Wein erwarten würde. Die Nase ist zwar zart, aber schön komplex. Raucharomen, Fleisch, Leder, Tabak, feuchtes Holz, Rosmarin und Lorbeeren kann man mit Leichtigkeit vernehmen. 5/6 Am Gaumen dann weniger das vom Barolo gewohnte, alles einnehmende Tannin. Mehr Säure – und Frucht, natürlich getragen durch das noch vorhandene Tannin. Aber eben nur getragen und nicht überwogen. Eine schöne Amarenakirschige Frucht spielt hier erstmal die Hauptrolle. 4/6 Erst danach übernimmt das Tannin und leitet einen eher milden und eher unspektakulären Abgang ein. 3/6

Alles in allem ein weiterer schön gereifter Barbaresco den man ab Gut für ebenfalls rund 18€ erwerben kann. Ich finde allerdings keinen deutschen Importeur, deshalb muss man wohl im Piedmont direkt Ausschau halten 🙂 Ein schöner Wein, den man ruhig auch Solo trinken kann. 

4 von 6 Punkten</span

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Ein Gedanke zu “2001 Barbaresco, Fattoria San Giuliano

  1. Servus,

    ich hatte gestern Abend den gleichen Wein in einer Tratoria in Freiburg im Glas, allerdings aus dem Jahrgang 2010 (gutes Jahr im Peimont). Ich muss sagen, dass der Wein nicht schlecht wahr, allerdings habe ich von einem Barbaresco mehr erwartet. Da habe ich definitiv schon „bessere“ und „einfachere“ Nebbioloweine getrunken, die auch günstiger waren. Kann man sicherlich aber mal trinken.

    In der Gastro gabs den Stoff für 29 Euronen die Flasche, was für einen Barbaresco recht fair ist.

    Du schreibst, dass San Guiliano ebenfalls eine Winzergenossenschaft sei. Ist das so? Ich habe gelesen, dass es ein kleiner Betrieb ist, der lediglich 7ha Reben bewirtschaftet.

    Grüße,
    das wynäsli

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