2007, 12 Volts, 4 Kilos

  

Also um das richtig zu stellen, das Weingut heisst 4 Kilos. Auch ihr Wein heisst so. Aber da gibt es noch einen zweiten. Den 12 Volts. Aber erst einmal zum Weingut. Betrieben wird das ganze vom Francesc Grimault der sich früher für die Weine des ebenfalls sehr bekannten Weingutes Anima Negra verantwortlich zeigte. Hier arbeitet er mit dem Musiker Sergio Caballero zusammen. Deshalb warscheinlich auch die poppigen Flaschenetiketten. Gemacht wird der Wein aus den beiden auf Mallorca ansässigen Rebsorten Callet und Fegoneu. Hinzu kommen noch Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot. Je nach Jahr variiert der Anteil der Rebsorten enorm. Ich konnte leider noch nicht in Erfahrung bringen welche Relationen die Sorten im 2007er Wein hatten. Und da der Callet – Fegeneu Anteil schon zwischen 20 und 60 prozent schwankt, wage ich auch keine Schätzungen.  Allesamt relativ hitzebständige Sorten. Das braucht man auch auf den Ballearen, wenn man keinen zu Marmeladigen Rotwein vnifizieren will. Der Jahrgang ist bei diesen Weinen aufgrund der konstant heißen Temperatur auch nicht  ganz so wichtig. Eher schon das Fass in denen der Wein bescheidene 9 Monate zubrachte. Das waren in diesem Fall ein großer Fuder und 1-2 jahre alte Barriques. Herausgekommen ist ein Wein, der gerade eine sehr schöne Trinkreife erreicht hat. Länger sollte man einen Wein für rund 16€ aber auch wirklich nicht warten lassen.

Deshalb auf ins Glas mit der immernoch dichten und violetten Flüssigkeit. Der Wein braucht eine gute halbe Stunde im sich wirklich zu entfalten und nach einer Stunde ist er dann voll präsent. Kräuter, Schwarze Beeren und Vanille kommen da an die Nase. Leichter Anklänge der Alterung lassen sich auch schon herausriechen und tragen unterschwelig zur respektablen Nase bei. Nicht zu intensiv, aber schön und wie aufeinander abgestimmt. 4/6 Im Mund hat man dann schon einen etwas süßeren extrakt. Aber nicht zu schwer und ausfüllend. Immernoch mit einer gewissen Leichtigkeit. Die Tannine trauen sich erst nach einer Stunde heraus und geben dem Wein etwas mehr Struktur, sind aber einen Tick zu sanft in diesem Stadium. Die dunklen Beeren lassen sich jetzt sogar unterscheiden, eine Cassisnote krisalisiert sich heraus und wird zu einer pflaumigen zum Abgang hin. Das kann durchaus Spass machen und bekommt 4,5/6. Der Abgang zieht sich wahrlich ewig und wird beerig, dann schokoladig-zigarrig und dann tasächlich noch einmal fruchtig. 5/6

Wer geduldig genug ist, bekommt hier einen wirklich schönen Wein fürs Geld der sich auf jeden Fall jung trinken lässt, aber auch in Würde altern kann. Länger sollte man den Wein aber wie erwähnt nicht liegen lassen. Am besten natürlich zu opulenten mallorcinischen Speisen, aber auch eine schöne Rinderhüfte verträgt sich mit dem Wein. Aber auch ohne Essen lässt er sich aufgrund der runden Tannine gut genießen.

4,5 von 6 Punkten.

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