2012, Buteo-12, Michael Gindl

  

Ich bin ein bisschen durch Österreich gereist und habe ein paar Winzer besucht die Zeit hatten, oder sie sich genommen haben. Bei diesem Winzer war ich leider nicht, denn sein Grüner Veltliner gefiel mir beim Restaurantbesuch mit jedem Schluck besser. Der Wein stammt aus dem Weinviertel. Die Anbauweise wird auf der Homepage als biologisch-organisch beschrieben. Nach der Ernte werden die Trauben spntanvergoren und dann in eigens hergestelltel 700 Liter großen Akazienholzfäßern vergoren. Die Fässer geben dem Wein ein einzigartiges Aroma. Nicht so streng wie die fetten Wachauer Weine aber trotzdem genug um ihm Fülle und Gewicht zu geben ohne den Veltliner Charakter zu stark zu überschminken. Das Erzeugniss kommt dann unfiltriert auf die Flasche. 2012 Veltliner und Rieslinge aus der Wachau sind genrell im Moment sehr offen und lassen sich fantastisch trinken. Der Buteo-12 war in dieser Hinsicht ebenfalls ein wahres vergnügen.

Eine schönes tiefes strohiges Goldgelb und nur eine leichte Eintrübung im Glas. Die Spontinase interessant und kräftig. Im Vordergrund grüne Teeblätter, Zitrusfrucht klingt an, gemeinsam mit giftgrünem Apfel. Wenn man ein wenig tiefer riecht, kommen auch noch Kräuter zum Vorschein, allem voran ein bisschen Waldmeister. 5/6 Am Gaumen geht es direkt so wunderbar weiter. Der Wein beistz eine präsente, aber runde und angenehme Säure. Der erste Schluck schmeckt erstmal nach frischem grünen Apfel und heißer Zitrone mit Waldhonig. Die Tannine geben dem Wein nebst der Säure noch mehr Struktur und die leicht Teeige Note bestätigt auch die Nase. Nach einer Stunde in der offenen Flasche fügt sich der Wein wirklich wunderbar zusammen. 5/6 Der Abgang geht lang und lässt die Geschmackspalette noch einmal aufleben. Honig, Orangenzeste, Kräuter, Gerste, Stroh, Pfeffer und Salz. Und für längere Zeit lungert im Mund noch eine bittere Note wie von leicht überkochtem Tee. 4,5/6

Eine tolle Veltiner-Erfahrung. Der Wein behält seine Typizität als Veltliner, gibt dem ganzen aber trotzdem eine eigene, gelungene Interpretation dazu. Der Wein passte hervorragend zu Knochenmark, Weinbergschnecken, Feigen mit Blutwurst und würde auch noch zu vielen andere Gerichten passen. Ich werde mir ein paar Flaschen in den Keller Legen und bin schon gespannt wie der 2013er wird und wie der Winzer die Säure von 2014 für diesen Wein meißtern und in seine Weinsprache übersetzen wird.

5 von 6 Punkte.

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