2004 Weißburunder Smaragd Steinporz, Hirtzberger

  

Heute wollte ich einen netten Weissburgunder zum Ofenkäse. Mit 2004 habe ich dann schonmal einen kalten Jahrgang gewählt. Und kein so wirklich Ruhmreicher in der Wachau.   Und dann das. Die Bewertung gilt wohl eher für Rieslinger und Veltliner. Dem Weissburgunder steht 2004 ausgezeichnet, so fruchtig und konzentriert. Alles was man sich von einem Weissburgunder wünschen kann. Und weil ich so begeistert bin, will ich erstmal darüber schreiben 🙂 Es ist klar, dass Hirtzberger zu dem Zeitpunkt bei den Smaragd Weinen noch stark auf Boytritis gesetzt hat. Während das manche Grüne Veltliner auf der langstecke weniger gut genießbar macht, aber mittelfristig besser, tut es diesem Weissburgunder sehr gut. Generell tut ihm die Wachaustilistik sehr gut. Schade, dass viele Weissburgunder Reben zu gunsten des von der Wachau beliebteren Grünen Veltliners und Riesling Platz machen mussten.

Schönes klares Gold weisst auf die 10 Jahre Reife hin die der Wein schon hat. Die Nase schön und klar und natürlich schwingt die Boytritis gleich mit. Dosenananas und Lytschi dominieren, lassen aber genug Platz für Petrolnoten und die typischen nklänge von karamellisiertem Zucker. Exotisch, fruchtig tief. 5/6 Im Mund dann dicht und schmelzig, wie so ein Weissburgunder sein sollte. Allerdings an keiner Stelle zu breit, was meiner Meinung nach sehr oft vorkommt. Die Säure ist immernoch knackig und zeigt keine Anzeichen der Alterung. Der Wein gibt sich am gaumen sehr exotisch, das Karamel tritt unterstützend in den Hintergrund. Tiefgründig , aber nicht zu überwätligend. Toll ausbalnciert eben. 5/6 Der Abgang ist lang und anfangs noch von der Frucht betont, bevor zum typischen Boytritisnoten auskling. 4,5/6

Das hätte ich wirklich nicht erwartet. Ein Trinkfluss, den man bei 13% nicht erwarten würde. Jeder Schluckt macht Lust auf den nächsten wo es wieder ein paar neue Nuancen zu entdecken gibt. Hier hält der Name endlich mal was er verspricht. Wie man leicht sehen kann, gab es dazu Ofenkäse gefüllt mit kleinen Caneloni und Kohlrabi. Das hat fantastisch gepasst. Jetzt gibt es noch eine Creme Brulée. Ich kann mir vorstellen, dass der Wein selbst dazu noch eine verhältnissmäßig gute Figur macht.

5 von 6 Punkten

 

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