Was es sonst noch so gab…

Ich habe mich entschlossen in der Kategorie Verkostung über Weine zu schreiben die ich so in meinem Alltag getrunken habe, bei denen ich aber keine Voll VKN geschrieben habe. Nachdem ich einen Beitrag über die Woche verfasst habe, ist mir aufgefallen, was ich alles so ausgelassen habe in den letzten 2 Wochen.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das als Monatsübersicht oder alle zwei Wochen mal schreiben werde. Je nachdem, was ich so alles verkoste eben.


Ein kleiner Test Barolo gegen Barolo, 2000 Ascheri Barolo Sorano gegen 2000 Conca Marcenasco von Ratti. Preislich beide fast gleich, der Ratti ein bisschen teurer. Ratti überzeugt meistens mit seinen durch die Bank guten Weinen zu fairen Preisen. Ascheri war, bevor er im Glas war allerdings unser Favorit. Biodynamisch und so… Umso überraschender, als sich nach einer halben Stunde belüftung der Conca Marcenasco eindeutig gegen den Sorano durchgesetzt hatte. Konzentrierter, fruchtiger, frischer, eher neuer Barolo Style, also mit mehr Fass, aber durchaus gelungen. Der Barolo Sorano hat eher ein bisschen balsamisch vor sich hingedarbt. Ascheri 3,5/6 Ratti 4,5/6


Ein noch nicht ganz so offener 2012 Grüner Veltliner Weissenkirchener Weitenberg von Veyder-Malberg. Bein einem kleinen Besuch auf der Art Basel habe ich erst noch im 485Grad reingeschaut. Und als ich den 2011er Weitenberg gesehen hab, musste ich zuschlagen. Leider war nur noch 2012er da. Im Gegensatz zum phenomenalen 2011, ist 2012 ein bisschen breiter geraten. Ich mag den Jahrgang momentan lieber als 2013, da er schon so schön offen ist, die Hitze hat dem Weitenberg allerdings nicht ganz so gut getan. Ich habe die halbe Flasche dann mit heim genommen und einen Abend später im kleinen Kreis den Rest probiert und da war der Wein deutlich offener. Ein bisschen viel Speck hatte er aber immer noch. Schön, aber nicht mehr als 4/6. Ich habe noch 3 im Keller, mal sehen was die nächsten 5 Jahre dem Wein so bringen.


Ein sehr offener 1999 G.C. Reiterpfad von Bürklin Wolf hat mir den Start in Wochenende versüßt. Extrem Jugendlich, dicht, fett, exotisch und trotzdem feinfühlig und tief. Was soll man dazu noch sagen. Schwertfisch und Oktopus dazu und der Abend war komplett 🙂 5/6

Ein wunderbarer 1997 La Spinetta Barbaresco Vursu Vigneto Gallina. Um längen besser als die beiden Barolos der Tage davor, aber mit einem gewissen Etwas. Natürlich eine Ecke femininer als die beiden Barolos und auch ein bisschen fruchtiger. Einfach mehr von allem und in so perfekter Balance, das kann nur 1997. Der Wein ist aber schon ein klein wenig über dem Zenith gewesen, was mich wundert, da die meisten 1997er Nebbiolo basierten Piemonteser gerade erst anfangen Spass zu machen. Ein wenig zu modern ausgebaut eben und nicht so wirklich für die Langstrecke geeignet. Das war allerdings gut für den Trinkfluss, denn der Wein war wie im Nu weg.  4,5/6


Inspiriert durch den Vigneto Galline kam Tags drauf ein noch schönerer 1997 Barbaresco  Vigneto Brich Ronchi von Albino Rocca ins Glas. Der lies den anderen in seiner Jugendlichkeit und Kraft im Schatten stehen. Von der Stilistik her eher rauhere Tannine und erdigere Noten machten nach einer Stunde hedonistischer Frucht platz die sich ewig in den Abgang hinein zog und lange in Erinnerung blieb. 5/6


Ein sehr verschlossener 2013 Orhpeus vom Weingut Schmitt der selbst nach 90 Minuten in der Karaffe noch so gut wie garnichts von seinem Potential zeigen wollte. Deshalb kregt er hier auch keine Bewertung.

Ein grauseliger 2003er Riesling Dürnsteiner Kellerberg von F.X. Pichler hatten wir zum Sternedinner im Restaurant Lago. Der Wein war dicht und dick, aber stumpf, hatte kaum Säure und war von der Botrytis geprägt.Keine Freude und überhaupt nicht nachvollziehbare 98 Fallstaff Punkte. 3/6

Eine grandioser 1999 Grand Annee von Bollinger hat uns dann aber die nächsten 3 Gänge veredelt. Erst nach einer halben Stunde zeigte sich das volle Potential und dann gabs schönste Brioche, Vanille und Hefenoten in die Nase und klare, präzise Säure im Mund. Ein mächtiges Mousseax und genug Kraft um locker alle Hauptgänge zu begleiten. Die paar Jahre Reife standen dem Champagner perfekt. Ein Traum. 5,5/6

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