Was es sonst noch so gab III


2011 Weisser Burgunder GG Oberklamm, Seeger
Was für ein Wein, dickt, dicht, cremig und fruchtig zugleich. Wenn wir nicht danach einen 2009er Clos St. Jean aufgemacht hätten, wäre nicht aufgefallen, dass der Wein ein wenig zu schwer ist. Gerade wunderbar reif und einen tollen Trinkfluss. 4,5/6


2006 Frühburgunder Recher Herrenberg, Jean Stodden
Schöner, säurebetonter Frühburgunder. Immernoch viel zu jung und unglaublich frisch. Aber mit einem Brot und Foie Gras D’oie eine tolle Kombination die die Erdigen Töne hinter der Frucht hervorlockt. 5/6


NV Champagner, R. Pouillon Brut Reserve
Knackig, kalkig, Zitronig und frischer Champagner. Ich stehe eher auf ein bisschen breitere Champagner.Bei den damals noch heißen Temperaturen aber eine wilkommene Abwechslung mit beeindruckender Säure. 4/6


1987 Gevrey-Chambertin, Weingut gibts leider nichtmehr
Ein toller Gevrey aus dem Keller eines Freundes. Ich habe die Flasche geschenkt bekommen und war erstaunt. Der Wein stand da wie eine eins. Ein Beispiel dafür, wie kühle und stabile Lagerung noch sehr viel mehr aus Weinen herausholen kann. Fruchtig, erdig, schöne Tanninstruktur. War in einer Stunde ausgetrunken. Ohne die geringste Mühe 🙂 4,5/6


2006 Blaufränkisch Neckenmarkter, Moric
Vorsicht, nicht mit dem Neckenmarkt verwechseln. Trotzdem ein Monument von einem Blaufränkisch. Geprägt vom einmaligen fruchtbetonten Stil von Roland Velich. Man kann auch dickeren Blaufränkisch machen, aber dieser hier macht mich schon vollkommen glücklich. Soviel Frucht und diese leichten Reifenoten, ein Genuss. 4,5/6


2006 Blaufränkisch Reihburg, Uwe Schiefer
Am gleichen Abend probiert. Die unterschiede zwischen den beiden Winzern kommen hier sehr schön raus. Der Schiefer hat mehr Ecken und Kanten, durch Säure und durch Tannin bedingt. Da gibt es kein besser oder schlechter, man muss selbst entscheiden welcher Stil einem besser gefällt. Der Schiefer regt meiner Meinung nach mehr zum Sinnieren über den Wein an und hat mehr Facetten die es zu entdecken gilt. Trinkfluss hat er aber weniger. 5/6


1996 Champagner Femme, Duval Leroy
Leider noch nicht so ganz offen und sehr Säurebetont war dieser Champagner von Duval Leroy. Ich hätte etwas anderes erwartet. Nach dem Wechsel ins Universalglas kam ein bisschen mehr zum Vorschein, aber noch nicht genug. Macht gerade keine gut Phase durch. Ohne Wertung.


2010 Vosne-Romanee, Domaine Francois Gerbet
Auch relativ zugenagelt gab sich dieser Vosne-Romanee. Schlecht war er natürlich nicht, aber eben zu, wie das manchmal bei Burgundern vorkommt. In zwei Jahren nochmal probieren. 3/6


1994 Oberemmeler Hütte Riesling Spätlese, von Hövel
Ein zwischen den anderen Mosel Stars oft übersehenes Weingut. Zu Unrecht, denn diese Spätlese hat mir den Abend „versüßt“. Eine lebendige aber eingebundene Säure, nicht zu starke Petrolnoten, viel viel Zitrone einfach eine Menge Spass. Man sollte viel mehr Kabinett und Spätlese trinken, denke ich da. Wenn nur alle so gut wären. 4,5/6


2005 Rüdesheimer Berg Roseneck, Weingut Leitz
Auch dieses Weingut wird gerne übersehen. Von mir nichtmehr nach diesem grandiosen Riesling. Cremig und doch frisch. Karamellnoten über Orangenzesten und dann wieder diese Leichtigkeit. Oh das war ein großer Riesling mit Tiefe. Und das ganze dann mit 11,5% Alkohol. Ist das möglich? 5/6

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