Die letzten Wochen

Es ist mal wieder einiges angelaufen was ich mir vom Herzen schreiben muss.

 

2014 Arbois Pupillin Blanc, Bruyere & Houillon
Da war einmal ein göttlicher Arbois Pupillin Blanc den ich mit Sicherheit zu früh geöffnet habe. Säure und Cremigkeit mit mundfüllenden Aromen von Salz, Zitrone, Karamell und einer wahnsinnigen Intensität und dann doch wieder Leichtigkeit. Der Wein ein Wiederspruch in sich und deshalb so faszinierend. 5,5 von 6


2009 Sylvaner Iphöfer Kronenberg, Hans Wirsching
Dann ein wunderbarer 2009 Sylvaner von Wirsching. Das kam für mich an die großen Veltliner ran. Nur ein kleines bisschen graziler kam er daher. Und arg viel länger hätte er glaube ich nicht ausgehalten. In dem Moment aber spitze. 4 von 6


1996 Chateau Lynch Moussas, Paulliac
Auch überrascht hat mich ein 1996er lynch Moussas. Das 1996 im Bordeaux was kann ist bekannt. Das mich aber ein eher „güsntiges“ Weingut so aus den Socken haut, hätte ich nicht gedacht. Der Wein war jugendlich, lebendig und vor allem schön maskulin mit Spannung, Tanninen und einer gewissen Mürbe natürlich vom Cabernet Sauvignon. Vor allem hat mich aber die Frucht umgehauen, die der Wein nach so vielen Jahren noch hatte. 4,5 von 6


2013 Chateau Guiraud, Sauternes
Ich hatte an einem Samstag Mittag das Verlangen nach einer Käseplatte. Und da der Kühlschrank gerade vor Käse überquoll, Stand dem auch nichts entgegen. Auch Riesling hatte ich keine Lust, ausserdem war da ja noch diese leckere Foye gras die gegessen werden wollte. Da musste also ein schwereres Geschütz her. Im Strohwittwer Format (0,375) und noch viel zu jung, hat der Wein sich zum Essen recht gut gemacht. Die Balance mit Süße und Säure ist da, für mich braucht ein Süßwein aber Reife die dieser noch nicht hatte. deshalb 3,5 von 6


2014 Rufete Blanca, Vinas del Cambrico
Eine fast ausgestorbene Rebsorte die nur noch bei diesem Winzer wächst, wenn mich nichts täuscht. Der Wein hatte eine lange Maischestandzeit hinter sich, ist aber nicht ganz dem orange Segment zuzuordnen. Am Gaumen erinnert er an die grpßen Steirer Sauvignons, nur, dass die Tannine der Säure noch ein bisschen bessen stehen als sonst, und es eben nur fast nach Sauvignon Blanc schmeckt. Da ist noch mehr Quitte und Nashi. Ein Erlebniss, auch am dritten Tag noch. 5 von 6


2013 Mirando als Sur Vendimmia Seleccionada, Olivier Riviére
Ein Weisser aus dem Rioja? Da kommt mir spontan nur Vina Tondonia in den Kopf. Und deren 2001 hat mir schon vor zwei Jahren in Stockholm den Kopf verdreht. Dieser Wein hier wird den Vina Tondonia noch um Längen übertreffen. Nur jetzt noch nicht. Wer das Glück hat eine der 1300 Flaschen zu ergattern sollte sie weit hinten iim Keller verstecken. Der Wein erinnert an Vin Jaune, mit Mineralität, Jodigkeit und einer schier unfassbaren Tiefe. Am ersten Tag ein bisschen wie Lemon Curd auf Zitrusbutter auf einem Brioche. Und Salzzitrone. Salzig und doch Süß gleichzeitig. Aber hinter dieser fetten cremigen Schicht liegt ein ganzer Straus Kräuter verborgen der nur noch nicht ganz raus will. Fett, kräftig und nussig, hinten raus wie ein echter Vin Jaune. 5,5 von 6



2011 Grüner Veltliner Alte Reben, Matthias Hager
Ein recht solider Veltliner, kräftig, ausgewogen, saftig und fruchtig. Macht einfach Spass, deshalb wird er auch hier erwähnt. Das ist ein Montagswein, so wie ich ihn mir wünsche. 4 von 6


2008 Blanc de Blancs?, Champagne Marguet
Im unverstand zu viel zu später Stunde noch bestellt, hat der Wein doch Spass gemacht. Mit tollen, cremigen Vanille und Safranaromen neben dem offensichtlichen Brioche, einer außerdem sehr straffen Säure und tollen Pomelonoten hat er mich doch noch bestochen den Boden dieser Flasche zu finden. 4,5 von 6


2015 Grüner Veltliner Federspiel Ried Achleiten, Josef Jamek
Ja, was trinkt man in Wien zum Tafelspitz? Nichts zu fettes. Und so hat dieser Veltliner perfekt gepasst. Und ich muss sagen, ich sollte mich öfters an ein Federspiel wagen. Dieser Wein hatte eine Balance, war grazil und doch kernig. 2015 sei dank. Das hat so spass gemacht, dass wir tatsächlich eine zweite öffnen mussten. 3,5 von 6


2009 Sauvignon Blanc, Cotar
Viel ersnter wurde es bei diesem gereiften Orange-Wein. Er musste mich vier Gänge lang begleiten und hat seine Prüfung mit Bravour bestanden. Keine aufdringliche Sauvignon Säure, aber ein mittlerweile toll eingebundene Säure die zusammen mit kräftigen Tanninen das Rückgrat dieses Weines bildete. Er kam mit seiner Erdigkeit gegen sämtliche Speisen, vom Tartar, über Stundenei und Spinat, bis zur Gans an. Ein toller begleiter für meinen erschöpften Gaumen. 5 von 6


2014 Syrah, Casas del Bosque
Junge Rebstöcke aus Chile, da kommen bei mir sehr gemischte Gefühle hoch. Nach dem Probieren habe ich dann cool Climate gelesen und es stimmt. Der Wein war wirklich schön, ausgeglichen, nicht zu „fruit driven“, sondern wirklich pfeffrig und tiefgründig. Das habe ich bei einigen Australiern sehr vermisst. 3,5 von 6

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