2008 Blaufränkisch Rusterberg, Rosi Schuster

Von den Weinen Roland Velichs und seinem Weingutes Moric habe ich ja schon ein wenig hier berichtet. Vom Weingut Rosi Schuster, benannt nach der Mutter seines "Schülers" habe ich hier noch nichts berichtet. Das liegt daran, dass ich die Weine meißt auf Messen oder in größeren Runden getrunken habe. Im direkten vergleich der jungen Weine würde ich sagen, dass die Weine von Hannes Schuster, in den oberen Leveln ein wenig dicker sind. Kein fettes dicker. Eher ein wenig breiter. Nein auch das falsche Wort. Ich denke der passendste Begriff wäre mächtiger.
Nachdem grandiosen Wein von Dorli Muhr ist in mir wieder die Blaufränkisch Lust rausgekommen. Also die letzte Flasche Rusterberg aus dem Keller geholt. Ein Wein der mir davor noch ein wenig verschlossen wirkte. Im kalten Jahr 2008 hat das Burgenland recht wenig Preise abgesahnt. Das hat 2009 erledigt. Aber die frische von 2008 steht dem Blaufränkisch meiner Meinung nach ausgezeichnet.

Der Wein braucht definitiv immer noch Luft. Die Nase verrät leicht angereiften Blaufränkisch 🙂 Diese Wachholderbeeren, Lorbeerblatt, Eisen, Schwarze Johannisbeeren, wären nicht die Reifenoten und die gaaanz dunklen Beeren vom Rotwein und das Glas nicht durchsichtig, könnte man auch an bestimmte Weissweine denken. Allerdings ist die Nase zwar vielschichtig aber auch relativ verhalten. Da geht noch deutlich mehr. Vielleicht nach einer Stunde an der Luft. Bis dahin, 3,5/6
Im Mund dann nur Tannin und Säure. Pur. Extrem verhalten. So verhalten, dass ich beschloss diesen Beitrag nicht zu posten und den Wein in der Karaffe stehen lies. Zum Glück war am nächsten Tag Samstag. Und ich zu muede den Wein zurück in die Flasche zu kippen. Was für ein Feuerwerk nach 15 Stunden in der Karaffe. Die Nase gab kaum mehr her. Aber im Mund war endlich die Frucht da, die dieses Tanningerüst unterstützen sollte. Das Bindeglied war mit intensiver Sauerkirsche und Johannisbeere da und brachte den Rosi Schuster Stil zurück den ich kenne. Blaufränkisch wie er am oberen Ende der Pyramide sein darf um zu altern. Die Opulenz wird von der Säure und dem kalten Jahr davon abgehalten den Wein zu fett wirken zu lassen. Erinnerungen an große Barolos werden wach! 5/6 Villeicht sind es die Barolo Assoziationen aber das blutige, metallische bleibt im zugegebenermaßen nicht zu langen Abgang doch am längsten hängen. 3,5/6

Hätte ich doch noch warten sollen? Vielleicht. Dazu muss ich aber sagen, dass mir die leichten Weine von Rosi Schuster deutlich besser gefallen. Die schweren gehen, trotz Ausbau im großen Holz mehr in Richtung Altenburger und Triebaumer. Die gleichen Glücksgefühle wie der Spitzerberg hat er nicht ausgelöst. Deshalb auch nur 

4 von 6.

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